Archiv 2012

30.12.12 

Unser Jahr 2012... 

... begann mit Papas Krankenhausaufenthalten mit insgesamt sechs Verlegungen von Weihnachten 2011 bis Mitte März. Silvester 2011/2012 feierten wir deshalb schon mit geknickter Stimmung. Nach Mitternacht haben wir zwei uns beim Feuerwerk in den Armen gelegen. Wir wussten, die künstliche Befruchtung steht an und das Jahr 2012 werden wir nicht vergessen. 

Im Januar dann war es soweit. Eizellentnahme unter Vollnarkose. Fünf Tage später befruchtete Eizellen einsetzen. Zehn Tage später Frühs zur Blutentnahme für DEN TEST. Mittags der Anruf “Sie sind schwanger“. Nach fünf Jahren. Beim ersten Versuch. Unfassbar. Paul kam heim, ich stand in der Küche und sagte “Na, Papa...“. Zwei Wochen später hieß es Zwillinge. Paul kam heim, ich stand in der Küche und sagte “Na, Papa Papa...“. Zwei Wochen später in der Praxis “Oh, da is noch eins...“. Paul nur am Grinsen. Ich voller Sorge...  

Im Februar mitten im Schwanger-Zwillings-Drillings-Chaos war Pauls Jobwechsel. Noch heut denkt er ein bissl wehmütig an seine Kollegen und seinen Chef. Im neuen Betrieb dank nem unsympathischen Kollegen ein schwerer Start. 

Im März dann die Theorieprüfung für den LKW bestanden. Während ich zum ersten Mal im Krankenhaus war. Zum ersten Mal voneinander getrennt. Aber es sollte ja nur der Anfang sein. 

Im April und Mai hieß es Bauch wachsen lassen.  

Am 04. Juni hieß es dann ab zur Charité. Dort gleich “Sie bleiben hier!“. Einige Tage auf der Intensiv-Gyn. Dann wochenlang auf der normalen Station. Paul ist jeden verdammten Tag vor oder nach der Arbeit zur Charité gefahren. Locker zwei Stunden Fahrzeit täglich. Nebenher noch die Praxistunden und die Führerscheinprüfung. Und die Kinderzimmer mussten auch hergerichtet werden... An den Wochenenden durfte er bei mir in der Charité übernachten. So viel Sehnsucht und so viel geweint. So viele Stunden aus dem Fenster im elften Stock geschaut. Berlin bei Nacht wird immer für Einsamkeit stehen. Ich hasse es!... Per SMS, WhatsApp, FB und Mail täglich Kontakt zu Familie, Freunden und Kollegen. Danke, dass ihr mir und uns so beigestanden habt! 

Im August dann... An einem Freitag. “Wir müssen die Kinder holen... Vier Stunden noch...“. Paul schafft es nicht rechtzeitig. OP-Vorbereitung. Drei Zettelchen, drei Nummer, drei Namen. Ab in den OP (noch schön gemütlich gelaufen). Zwölf Leute im Saal. Betäubung gesetzt. Hingelegt. Ein Kind schreit. MEIN Kind. Kurz Nikola vor die Nase gehalten. Hanna gleich an mir vorbei. Ninas Händchen wird mir ins Gesicht gehalten. Dann Überwachungszimmer. Dann mit dem Bett durch die Frühchenstation gefahren. Mäuse gucken. Da steht Paul in der Tür. Breites Grinsen. Glücklich ohne Ende. Ab aufs Zimmer. Omas, Opas und Onkel Tommi anrufen. Allen schreiben. Stolz stolz stolz sein... Fünf Tage später Visite. Paul war dabei. “Na dann entlassen wir Sie mal, was Frau Franz?“. “Ähm. Ja...“. Und dann nur noch geweint. Alles gepackt. Ab nach Hause. Elf verdammte Wochen... Am nächsten Tag wieder Einzug in der Charité für vier Wochen. Mutti-Zimmer. Zwei drei Mal zu Hause zwischendurch. Dann Rettungsstelle wegen Medikamentenvergiftung. Kürzer treten. Und dann auch schon Rooming-In. Die ersten zwei Nächte nur ich und die Mäuse. Allein versorgen. Horror. 

Am 15.09. endlich nach Hause. Nach 15 Wochen endlich adios Berlin. 

September, Oktober und November. Kinder vorstellen. Erstes Lachen und Brabbeln. Erster Spaziergang und erster Arztbesuch. Unzählige erste Male... 
Dezember. Erster Advent zu fünft. Inzwischen über 2000 Mal gewickelt und 15  
bis 18 Male täglich gefüttert. Wir sind wohl Profis... 

Weihnachten zu fünft. Noch ganz relaxt. Mal sehen, wie es nächstes Jahr wird. 

Und Silvester 2012/2013... Zu zweit. Nach vielen Jahren mal ein Alkohol-, Nikotin- und Ballerfreies Silvester. Solche Spießer!!! 
Ja, nichts is wie es war... 

Und 2013?  
Was erwartet uns? 
Frau Franz wird 30.  
Herr Franz geht weiter stramm auf die 40 zu (der alte Sack). 
Die Hosenscheißer kriegen Zähne und Bio-Rind.  
Und vielleicht darf Papa Franz mal n Bier wegnuckeln... 

 

 

 

19.12.2012 
Wooow, wir wissen gar nicht wie uns geschieht. Neuneinhalb Stunden haben sie durchgehalten. Gehen wir mal von einer vorläufigen Ausnahme aus. Aber: wooow!!!!!! (Und was machen Mama und Papa - gehen dreieinhalb Stunden später als die Mädels ins Bett... mmh) 

 

 

18.12.12 
Nicki heut früh nach drei Stunden Schlaf: “uuuäää!!!“ 
Mama schleicht zu den Betten.  
Die Zwerge pennen.  
Nicki geschnappt und ab zu Mama ins Bett.  
Papa pennt.  
Aber nicht mehr lange.  
Nicki: “Brabbel, brabbel, brubbel.“  
Papa: “Boaaa! Wie die Mama: Die muss quatschen, sonst kriegt se Koppschmerzen!“ 
Mama weiß gar nicht, was der Papa meint... 

 

 

13.12.2013 
Heute Brei-Lieferung (Geschenke von HIPP). 
Wir packen aus. 
Mama liest vor: "Bio-Rind mit blablabla" 
Papa: "Wie sehen Bio-Rinder überhaupt aus?" 
Mama: "na grün..." 
Ich könnt mich mit Urin benetzen... 

 

 

10.12.2013 
Es gibt so viel Schlimmeres als Neurodermitis, das is klar. Aber hätte der Kelch nicht an uns vorübergehen können?... Erst nur ein paar trockene Stellen an Nickis Arm. Dann wurden es immer mehr. Mittlerweile am ganzen Körper. Und nun sind am Arm viele kleine offene Stellen, aus denen es nässt... Ich selbst habe das seit 29 Jahren. Und ich weiß noch, wie mich das als Kind gequält hat... Das tapfer sein und das Bewusstsein, dass es Schlimmeres gibt, kommt erst so viel später... 

 

 

07.12.2012 
Heute hat die Weihnachtsbackstube endlich ihre Arbeit aufgenommen. Schoko-Haselnuss-Cookies und Haferplätzchen hab ich geschafft. Mandelkekse, Baiser-Kringel und Stolle folgen. Vielleicht noch n Frankfurter Kranz an Heiligabend. Aber nicht so n Arschaufriss wie letztes Jahr mit 6 verschiedenen Buttercremetorten... Das ganze Haus duftet herrlich... Ich liiiebe Weihnachten...  
Das erinnert mich an ein Weihnachtsfrühstück im letzten Jahr. Wir zwei im Esszimmer am Frühstückstisch. Neben uns die Weihnachtspyramide, die Adventskerzen und der Weihnachtsbaum. Auf der Anlage dudelte Weihnachtsmusik und plötzlich wurde uns beiden klar, dass die kommende Weihnacht wunderschön oder schrecklich wird und Tränen standen uns in den Augen. Wir wussten bereits, dass wir auf die künstliche Befruchtung angewiesen sind und alles war so ungewiss. So viel Hoffen und Bangen... Und nun steht es fest: Ab jetzt wird ein Weihnachten schöner als das andere... Ach is ditt schööön... 

 

 

04.12.12 
Sag ich doch... jetzt sitzt der Papa mit Nicki vor unserem beleuchteten Weihnachtsdorf. Sie himmelt das Dorf an und er seine Tochter... 

 

 

03.12.12 
... und wieder mal sieht man, welche Kinder nach wem kommen... Nicki und Hanna zusammen unter einem Spielbogen. Nicki ackert wie ne Bekloppte um das Gebamsel in der Mitte zu erreichen, danach zu hauen und es zum Klingeln zu bringen und hat n Heidenspaß dabei. Sie is das Mama-Kind... Hanna is das Papa-Kind: Sie tritt mit dem Bein einmal gegen die Stange vom Spielbogen und alles wackelt, klappert, rasselt und klingelt... Mmh, ich weiß auch schon, wer von den Mädels (wenn überhaupt) am besten einparken können wird... 

 

 

02.12.12 
Nicki: “Brabbel brabbel brubbel!“ 
Mama: “Wie bitte?“ 
Nicki: “Brabbel brabbel brubbel!!!“ 
Mama: “Hä?“ 
Nicki: “Brabbel brabbel brubbel!!!!!!!!“ 
Mama: “Trage dein Anliegen klar und deutlich vor!“ 
Nicki: spuckt 
Mama: “Aaah!“ 

 

 

29.11.12 
Wenn Kinder plötzlich statt 5 Stunden ganze 8 Stunden durchhalten, rechnet man beim Aufwachen mit dem Schlimmsten... 

 

 

21.11.12 
Unser Morgen beim Kinderarzt: 
Drei Spritzen (pro Kind!), eine Schluckimpfung und die U4 standen an. 
Der Wecker, dieses verdammte Miststück, hat uns um 05:45 Uhr aus'm Schlaf geklingelt. Naja, wenigstens keine der Zicken. Die haben noch selig gepennt. Also die erste runter ins Wohnzimmer getragen, Nachtpulli ausgezogen, Windel wechseln, neuer Body drüber, Pulle in die verschlafene (geiler Zustand!) Schnute, danach ab in die Laufgitter in Bauchlage zum bäuern und pupen. Dann Nummer zwei geholt und Papa geweckt (der is besser im Wecker ignorieren). Nummer zwei und drei also parallel versorgt. Dann ab in die Küche, bissl Toast eingepfiffen, ab ins Bad, Haare putzen und Zähne zurechtmachen (oder andersrum). Wieder ins Wohnzimmer. Mami quält die Kids in die Overalls und zerrt die Mützen auf die verschlafenen (immer noch geil) Köpfchen. Abgabe an Papa. Der setzt die Hosenscheißer in die Babyschalen und gurtet an. Mama deckt zu und platziert Nuckel in einer Ecke der Schale (Wir erinnern uns – Trommelfellretter!). Auto vorgefahren, eins, zwei und drei am Wuffi vorbei zum Auto geschleppt. Papi gurtet an und los geht’s.  

Um 08:00 Uhr trifft Familie Franz beim Onkel Doktor ein. Papa findet nen Parkplatz vor'm Haus (seeehr praktisch) und parkt das Schlachtschiff souverän ein (naja, die Mama hätte das auch irgendwie hingekriegt, aber wir wollten ja pünktlich sein)... Rein ins Haus, ab in den Fahrstuhl, Fahrstuhl voll mit Franzis. Kommt doch so n Papa mit seinem (einen!) Kind an und fragt ob er noch reinpasst. Wir gucken uns an, gucken die Mädels an, gucken ihn an und die Sache is geritzt: Der läuft!... In der Praxis angekommen, werden wir in ein Sprechzimmer gelotst. Nikola muss als erste dran glauben. Pummelchen ausgezogen, Windel ab, auf Mamas Arm und ab zur Waage. Aber was is denn das? Mama wird‘s ganz warm am Bauch. Uij! Pipiii. Reichlich Pipiii! Kurze Diskussion, warum der Papa nicht seinen Pulli hergibt, wenna doch n Shirt drunter hat. Mama hat verloren. Fuck! Pummelchen also auf die Waage. Dann wieder auf die Pritsche. Decke drum gemummelt und auf das weitere Geschehen gewartet. Nina is fällig. Ausgezogen, Windel auf, gewartet und ja, Madam schifft sich ooordentlich aus. Ab auf Mamas Arm, ab auf die Waage, zurück auf die Pritsche in die Warteschleife. Nicki wird nun gemessen, Onkel Doktor kommt, tastet, horcht, hebt, dreht, wendet, nickt ab, spritzt einmal (Nicki schreit), spritzt ein zweites Mal (Nicki kreischt) und spritzt ein drittes Mal (Nicki bleibt die Stimme weg vom Gebrüll - Aber mit Tränen in den Kulleraugen kann Mama Nickis Schweigen nicht genießen, sondern kriegt auch Pipi inne Augen). Noch fix die olle Schluckimpfung eingeholfen und fertig. Nuckel inne Schnute, kurz gekuschelt und sie hat sich beruhigt. Mami zieht sie an, kurze Pause um Nina beim Spritzen (mit ihr ging's parallel weiter) zu trösten, weiter anziehen und Übergabe an Papa. Der platziert den Wonneproppen in der Babyschale und alles atmet einmal auf. Bei Nina steht mittlerweile das Beruhigen und Anziehen an. Nun wird Hanna aus der Babyschale geholt. Noch ganz verschlafen (Yeah!!!). Die gleiche Prozedur. Aber hier wartet Mami nicht lange genug an der offenen Windel und wird wieder voll gepullert (Ja, behalt doch deinen blöden Pulli!). Der Rest wie gehabt. Alle Mäuse wieder schlafend (Die sind so geil!) ab in die Schalen, Mama und Papa fix und alle. 
Nach eineinhalb Stunden Aufenthalt „Tschüss“ gesagt, ab zum Auto, ab ins Auto, ab nach Hause. Wieder am Hund vorbei und rein ins Wohnzimmer. Die schlafenden (Jabbadabbadooo) Märchenfeen in ihren Tragekutschen auf'm Couchtisch geparkt und alle im Laufgitter zwischenstationiert. Essen fertig gemacht. A, B und C gefüttert und ab zum Schlafen ins Laufgitter. Mama und Papa schieben sich auch kurz n Happen rein. Mama haut sich aufs Sofa. Papa haut sich auf die Sportmatte um Rückensport zu machen, pennt selig ein und Ruheee kehrt ein... 

So, nu darf Papa zur Arbeit fahren und Mama fragt sich, ob es auffällt, wenn sie Papa morgen die Autoschlüssel klaut und an seiner Stelle acht Stunden LKW fährt. Wer weiß; wenn sie lange genug probiert, wird das Ding schon anspringen. Dann fährt sie locker flockig los, mit gewagten 13 km/h über die Chaussee und hält irgendwann vorsichtshalber an, weil sie im Radio vor nem LKW warnen, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt... Wie auch immer - schlimmer als mit den Windelpupsern kann's nicht werden, oder? 

 

 

 

21.11.12 
Unser Morgen beim Kinderarzt: 
Drei Spritzen (pro Kind!), eine Schluckimpfung und die U4 standen an. 
Der Wecker, dieses verdammte Miststück, hat uns um 05:45 Uhr aus'm Schlaf geklingelt. Naja, wenigstens keine der Zicken. Die haben noch selig gepennt. Also die erste runter ins Wohnzimmer getragen, Nachtpulli ausgezogen, Windel wechseln, neuer Body drüber, Pulle in die verschlafene (geiler Zustand!) Schnute, danach ab in die Laufgitter in Bauchlage zum bäuern und pupen. Dann Nummer zwei geholt und Papa geweckt (der is besser im Wecker ignorieren). Nummer zwei und drei also parallel versorgt. Dann ab in die Küche, bissl Toast eingepfiffen, ab ins Bad, Haare putzen und Zähne zurechtmachen (oder andersrum). Wieder ins Wohnzimmer. Mami quält die Kids in die Overalls und zerrt die Mützen auf die verschlafenen (immer noch geil) Köpfchen. Abgabe an Papa. Der setzt die Hosenscheißer in die Babyschalen und gurtet an. Mama deckt zu und platziert Nuckel in einer Ecke der Schale (Wir erinnern uns – Trommelfellretter!). Auto vorgefahren, eins, zwei und drei am Wuffi vorbei zum Auto geschleppt. Papi gurtet an und los geht’s.  

Um 08:00 Uhr trifft Familie Franz beim Onkel Doktor ein. Papa findet nen Parkplatz vor'm Haus (seeehr praktisch) und parkt das Schlachtschiff souverän ein (naja, die Mama hätte das auch irgendwie hingekriegt, aber wir wollten ja pünktlich sein)... Rein ins Haus, ab in den Fahrstuhl, Fahrstuhl voll mit Franzis. Kommt doch so n Papa mit seinem (einen!) Kind an und fragt ob er noch reinpasst. Wir gucken uns an, gucken die Mädels an, gucken ihn an und die Sache is geritzt: Der läuft!... In der Praxis angekommen, werden wir in ein Sprechzimmer gelotst. Nikola muss als erste dran glauben. Pummelchen ausgezogen, Windel ab, auf Mamas Arm und ab zur Waage. Aber was is denn das? Mama wird‘s ganz warm am Bauch. Uij! Pipiii. Reichlich Pipiii! Kurze Diskussion, warum der Papa nicht seinen Pulli hergibt, wenna doch n Shirt drunter hat. Mama hat verloren. Fuck! Pummelchen also auf die Waage. Dann wieder auf die Pritsche. Decke drum gemummelt und auf das weitere Geschehen gewartet. Nina is fällig. Ausgezogen, Windel auf, gewartet und ja, Madam schifft sich ooordentlich aus. Ab auf Mamas Arm, ab auf die Waage, zurück auf die Pritsche in die Warteschleife. Nicki wird nun gemessen, Onkel Doktor kommt, tastet, horcht, hebt, dreht, wendet, nickt ab, spritzt einmal (Nicki schreit), spritzt ein zweites Mal (Nicki kreischt) und spritzt ein drittes Mal (Nicki bleibt die Stimme weg vom Gebrüll - Aber mit Tränen in den Kulleraugen kann Mama Nickis Schweigen nicht genießen, sondern kriegt auch Pipi inne Augen). Noch fix die olle Schluckimpfung eingeholfen und fertig. Nuckel inne Schnute, kurz gekuschelt und sie hat sich beruhigt. Mami zieht sie an, kurze Pause um Nina beim Spritzen (mit ihr ging's parallel weiter) zu trösten, weiter anziehen und Übergabe an Papa. Der platziert den Wonneproppen in der Babyschale und alles atmet einmal auf. Bei Nina steht mittlerweile das Beruhigen und Anziehen an. Nun wird Hanna aus der Babyschale geholt. Noch ganz verschlafen (Yeah!!!). Die gleiche Prozedur. Aber hier wartet Mami nicht lange genug an der offenen Windel und wird wieder voll gepullert (Ja, behalt doch deinen blöden Pulli!). Der Rest wie gehabt. Alle Mäuse wieder schlafend (Die sind so geil!) ab in die Schalen, Mama und Papa fix und alle. 
Nach eineinhalb Stunden Aufenthalt „Tschüss“ gesagt, ab zum Auto, ab ins Auto, ab nach Hause. Wieder am Hund vorbei und rein ins Wohnzimmer. Die schlafenden (Jabbadabbadooo) Märchenfeen in ihren Tragekutschen auf'm Couchtisch geparkt und alle im Laufgitter zwischenstationiert. Essen fertig gemacht. A, B und C gefüttert und ab zum Schlafen ins Laufgitter. Mama und Papa schieben sich auch kurz n Happen rein. Mama haut sich aufs Sofa. Papa haut sich auf die Sportmatte um Rückensport zu machen, pennt selig ein und Ruheee kehrt ein... 

So, nu darf Papa zur Arbeit fahren und Mama fragt sich, ob es auffällt, wenn sie Papa morgen die Autoschlüssel klaut und an seiner Stelle acht Stunden LKW fährt. Wer weiß; wenn sie lange genug probiert, wird das Ding schon anspringen. Dann fährt sie locker flockig los, mit gewagten 13 km/h über die Chaussee und hält irgendwann vorsichtshalber an, weil sie im Radio vor nem LKW warnen, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt... Wie auch immer - schlimmer als mit den Windelpupsern kann's nicht werden, oder? 

 

 

 

06.11.12 
Ich bin wahnsinnig übermüdet. Ich torkel nachts buchstäblich durchs Kinderzimmer. Beim Füttern überkommt mich nicht selten Sekundenschlaf. Grade bin ich dabei mit'm Kopf an unsren Kachelofen geknallt. Versorgung alle vier Stunden. Jede dauert mindestens zwei Stunden. Tagsüber drängt sich die Überlastung in den Hintergrund. Nachts holt sie mich knallhart ein. Ich will Paul so viel wie möglich abnehmen. Schließlich landet er bei Übermüdung vielleicht am nächsten Baum. Mittlerweile ist es aber fast andersrum. Er muss mich nach Feierabend mehr entlasten, als mir lieb is. Hoffentlich schlafen sie bald länger... Kennt ihr die Werbung mit dem Spruch: “Die schönste Aufgabe der Welt ist auch die schwerste“? 

 

 

01.11.12 
Heut war ich zum ersten Mal ohne Paul, seinen Bruder Tommy oder Mama spazieren mit den Kids. Irgendwas war anders. Die Leute haben mich angeguckt, als wäre es sträflich, sich derart zu “vermehren“. Zu viel gesoffen an Halloween, diese Spakkos!!! Ich muss mir Leuchtreklame ans Cabrio basteln und jedes Mal, wenn einer verächtlich guckt, drück ich nen Knopf und da steht in rosa “Jaaa! Es sind drei! Hast in Mathe guuut aufgepasst.“ oder “Das sind die drei kleinen Schweinchen, ich bin der große böse Wolf und jetzt sieh zu, dass de Land gewinnst, sonst puste ich!“ 

 

 

28.10.12 
So ein Scheiß! 
Die Kinderbetten sind ja nun mal recht nah an unserem Bett. Und was man da alles wegriechen muss. Bombastisch! In einer Tour is ein Zwerg dabei, die Luft zu verzaubern. Eine Maus is sogar so krass, dass sie immer “duftet“, als wäre n Berg inna Windel. Ich habe ja die Theorie, dass sie über magische Kräfte verfügt. Sie dreht den Nuckel einmal nach links und zwei Mal nach rechts, zieht sich am linken Ohr und murmelt die magischen Worte “Uaah! He he he! Eeehaaa!“ und schon passiert es: Der Stoff verändert seinen Aggregatzustand von fest zu gasförmig. Sprich: Kacka wird Pups. Komplett. Der ganze Haufen. Ne riesige Gaswolke. Die lässt die kleine Zauberin frei und schon is alles kontaminiert! Das Bett zittert vor Angst. Das Laminat rollt sich an den Enden hoch wie trockene Mortadella. Die Gardinen flüchten auf die Stange. Die Wandbilder fallen leblos auf den Boden. Die Möbel rennen angeekelt aus den Zimmern. Und was bleibt: zwei Riesen und zwei Zwerge, die den Mist wegriechen müssen! Ich versteh nicht, dass der Geruchssinn nicht mal langsam die Hufe hochreißt. Ich sag euch, der Gestank macht irre! Ich seh mich schon morgen früh gackernd auf einem Bein durchs Zimmer hoppeln und ab und zu am Mortadella-Laminat knabbern... 

 

 

28.10.12 
Hab ich eigentlich schon erzählt, wie irre alles is, wenn man nach knapp vier Monaten Krankenhaus nach Hause kommt: 
Straße, Bäume, Grundstück alles so wie's in der Erinnerung war. Der Hund wirkt pummeliger. Der Hof is mit Kratern übersät. So viel Action wie sie da veranstaltet hat, müsste sie abgenommen haben, aber das Leckerli-Erpressen funktionierte offensichtlich immer noch. Rein ins Haus. Rein ins Wohnzimmer. Moment mal. War das Laminat nicht hell? Von mehreren Seiten wurde mir zugesichert, dass es auch vor vier Monaten schon dunkel war. Ich will's mal glauben. Paul und Mama, also Oma, unterhalten sich mit mir. Als sie aufhören zu reden, denke ich, ich krieg n Hörsturz. Berlin is so laut auch wenn's leise is, dass mir unsere beschauliche Ruhe wie n Hörsturz vorkam... Abends Paul im Bad. Ich Pizza in Ofen, Umluft an, Sofa ich komme. Wenig später kommt Paul und fragt: "Soll sich die Pizza totfrieren oder was?". Ich hab vergessen, dass man die Temperatur separat anschalten muss... Nach vier Monaten zu blöd den Herd zu bedienen. Spricht nicht grad für meine Hausfrauenqualitäten. Fuck!... Naja, mittlerweile is alles reeelativ normal. Wenn man davon absieht, dass ich fest davon ausgegangen bin, dass wir nen 50 Liter-Boiler, statt nem Riesenkessel im Keller haben. Was schon seit dem Umzug im September 2011 (und in meinen ersten 14 Lebensjahren) so war. Aber gut... So, jetzt wieder Glotze (wie die Fernbedienung funktioniert, hab ich auch wieder abgespeichert)… 

 

 

24.10.12 
Heut Morgen haben wir im Kinderbettchen ein kleines Briefchen mit folgendem Inhalt vorgefunden: 
“So meine lieben Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkels, Tanten, Babysitter und vor allem KINDER! 
ICH HABE ES SATT!! 
Immer muss ich herhalten, wenn ihr mit den kreischenden Rotzlöffeln nicht mehr weiter wist! Das geht so nicht!!! Ich fühle mich schon ganz ausgelutscht. Jeeeden Tag immer wieder das gleiche Theater: Eure ach sooo lieben Prinzessinnen, Schätzchen, Engelchen (das ich nicht lache!), Windelpupser und was weiß ich, schreien EUCH an und ICH muss es ausbaden.  
Wenn sie so richtig laut sind, dass sie weinrot anlaufen und so aussehen, als würden sie platzen, werde ich an das Tor zur Hölle geschoben, mit Ach und Krach reingestopft. Dann krieg ich von dem Balg entweder nen Arschtritt, der mich im hohen Bogen aus der Tropfsteinhöhle katapultiert. Oder das Gör kaut mit aller Wut und Kraft auf meinem Leib herum. Das ruiniert mir die ganze Figur, verdammt nochmal!!! Mein Trommelfell is irgendwo in den finsteren Untiefen des Monstermäulchens verschwunden. Meine anfangs so zarte Schneewittchenhaut fühlt sich jetzt allenfalls an wie die von der Schrumpelhexe aus'm Pfefferkuchenhaus. 
Wo wir schon beim Thema sind: Was ihr den Kids dafür Storys auftischt, geht auf keine Kuhhaut. Was soll aus ihnen werden? Es sollte mich nicht wundern, wenn sie auf'm Weg zur Schule dem Erstbesten Wackersteine hinterherschmeißen, damit er die Oma nicht frisst. Dann stellen sie sich vor's nächste Schaufenster, drehen und bewundern sich und säuseln “Fenster, Fenster in dem Haus, wer von uns is die schönste Maus?“. Und an der Schule angekommen, nagen sie entweder an den Fensterbrettern oder rufen hinauf “Frau Müllermeierschulze, lass dein Haar herunter!“...  
Irgendwann is Schluss! Ich nehme meine Nuckelkette und meine zwei Brüder und ziehe von dannen! Lebt, lest und stopft wohl! 
Euer Ex-Nuckel!“ 

So, und als wir den Brief durchgelesen hatten, haben wir das Bettchen nach dem Aufständischen abgesucht. Wir fanden ihn und seine zwei Mitstreiter (wohl eher Mitstreiker) auf'm Rand des Bettes zitternd und heulend vor. Die drei Pfeifen hatten nicht an ihre Höhenangst gedacht... Tja, das wär Rapunzel nicht passiert!... 

 

23.10.12 
Irgendwo in Deutschland.  
Mitten inna Nacht. Die Nacht nächtelt vor sich hin. Die Ruhe ruht was das Zeug hält. Der Wind säuselt in den Blättern. Bla Bla Bla... Da schlägt plötzlich ein kleines Monster, deren Namen ich nicht nennen will, die Augen auf und Nicki (ups) erhebt ihr zartes Stimmchen: “UAAH! Hunger!!!! UAAH! Sklaven herkommen! UAAH!“ Und schon sieht man einen schlaftrunkenen Papa durch die Gegend torkeln. “UAAH! Mach hinne verdammt nochmal! UAAH!“ Der Sklave weckt die Kollegin, beide kriechen zu den Hoheiten, den Pullenheizer angeschmissen, das Monster, ähm, ihre Majestät aus'm Bett geholt “UAAH! Das hab ich schon mal schneller gesehen! UAAH!“ Schnell auf'n Schoß mit der liebreizenden Tochter, Latz vors Gesicht geknallt “UAAH!“ und Pulle in die Futterluke... Und jetzt passiert etwas Merkwürdiges. STILLE!!! Oder die Sklaven haben nen Hörsturz. Es is fantastisch... NEIN! Monster zwei und Monster drei legen los. “EEEY! Komma ran uff'n Meter Paul, ähm, Papa. EEEY!“... Irgendwann sind die Mägen gefüllt und die Hosenscheißer auf'm Weg ins Schlummerland. Die Nacht verdreht genervt die Augen, die Ruhe atmet auf und der Wind nimmt die Oropax wieder aus den Ohren und säuselt weiter... Zwei arme Schweine gehen zurück ins Ställchen und winseln verängstigt und zitternd vor sich hin “Biiitte! Ein halbes Stündchen Schlaf. Biiitte!“... ... ... Und in einem kleinen Köpfchen, dessen Träger hier nicht namentlich genannt werden soll, heckt Nicki (ähm, ups) schon den nächsten Angriff aus... 

 

 

19.10.12 
Auf Platz eins der dämlichsten Fragen an uns war bislang: “Sind das drei MÄDCHEN?“ (Als wir sie komplett in rosa hatten). Was soll man da sagen? “Nein, kleine homosexuelle Ballerinas!“?... Wir waren grad mit unserem „Dreier-Cabrio“, den Mädels und dem Hund spazieren. Die neue Platz-Eins-Frage: “Sind das DREI?“... So, was soll man darauf nun antworten? “Nein, in einem liegt ein Kind, in einem der Hund und im dritten Abteil nen Kasten Bier!“... WO KOMMEN DIE GANZEN DOOFEN MENSCHEN HER??? 

 

 

17.10.12 
Zwei Monat sind sie nun alt. Sie haben unser Leben auf den Kopf gestellt... Diese vielen niedlichen Erinnerungen. Diese vielen ersten Male. Wie Hanna gleich am ersten Tag suchend durch die Gegend geschaut hat, wie Nina in der ersten Woche im Schlaf selig vor sich hin geschmatzt hat. Selbst atmen können. Ohne Sonde essen können. In der Klinik abends zu fünft mit Einschlafmusik und Gute-Nacht-Geschichte. Mit nach Hause dürfen. Sprachlos vor den Betten stehen. Das erste Nuckeln. Das Grinsen. Die vielen Fotos schießen. Kuscheln zu fünft mit Gute-Nacht-Geschichten. Der erste Spaziergang. Sie der Familie und den Freunden vorstellen... Fluchen, lachen, weinen, verzweifeln, staunen, meckern, lieben, lieben, lieben... Eltern sein... Wooow 

 

 

17.10.12 
Da stehen Mami und Papi vor‘m Kinderbettchen und kabbeln sich drum, wer welche Maus füttert und wickelt...  
Nina trinkt schnell, aber nach vier Tagen ohne Schis, is von ihr aufm Wickeltisch Unheimliches zu erwarten (Wie groß wird das Ding sein? Müssen wir ihm einen Namen geben und es bestatten statt entsorgen?).  
Nikola trinkt laaangsam und klatscht einem das Runtergewürgte gern mal auf T-Shirt. Dafür weiß sie, dass Kacka und Pipi in die Windel gehören und nicht als Showeinlage auf'm Wickeltisch herhalten müssen.  
Hanna trinkt fix und problemlos, will aber ständig umgezogen werden, weil ihr immer erst nach'm Pullern einfällt, dass die Windel nicht mehr oder noch nicht drum is (Mädels schaffen's beim Pullern übrigens auch bis zur Nasenspitze!). 
Und so wird aus blanker Verzweiflung, nicht bepullert, bekackt oder bespuckt zu werden, vorm Bett schon mal geschubst... 

 

 

12.10.12 
Dieser kleine Satansbraten... 
Aktuell stellen wir die Flaschen um, von denen aus der Charité auf unsere. Der Unterschied: bei den alten können sie bequem nuckeln und werden ratzfatz satt. Bei den neuen müssen sie ziehen wie n Tier (so Anti-Kolik-Flaschen)... Hanna und Nina: Flasche an den Hals, die Gier verleiht übermenschliche Kräfte und zack is die Pulle leer... Aber wir haben ja noch n Kind. Nikola: Pulle an den Hals, sie zieht und kriegt auch was raus. Aber dann!!! Sie hält inne, die Festplatte stürzt ab und alles was (offensichtlich) nicht abgespeichert wurde, is wech. Nu kramt das Betriebssystem nach Back ups, stößt auf ne alte Nuckel-Datei und legt los... Nach ner halben Stunde ergibt sich die Pulle, Nicki is beim Futtern eingepennt und Mama kocht!!! 

 

 

11.10.12 
In den letzten 24 Stunden drei Stunden Schlaf gehabt. In drei Etappen. Das is die Regel... Wird alles notiert und gegen sie verwendet. Erstmal wird der Weihnachtsmann informiert und macht nen Eintrag ins große goldene Buch. Dann können die Kiddies Ruten sammeln. Und zweitens wird Mama später immer dann zuuufällig Staubsaugen, wenn die Damen am Vorabend gesoffen haben und schlafen wollen... Mir fällt bestimmt noch mehr ein. Hab ja genug Zeit zwischen den Nickerchen... 

 

 

05.10.12 

03:30 Uhr  
Es brüllt. Mama torkelt vor sich hin brubbelnd zum Kinderbett. Drei stille Unschuldslämmer. Keiner will‘s gewesen sein. Mama schnappt sich den vermeintlichen Übeltäter - nach dem Prinzip “wer sich zuerst bewegt...“ - und startet das Wickel-Fütter-Programm. Da meldet sich der wahre Missetäter lauthals zu Wort. Mama stellt entsetzt fest, dass der liebe Gott ihr nur zwei Arme dran gebastelt hat. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Der Wolf im Schafspelz brüllt vor sich hin, während Mama beim ersten Wickeln ist. Und siehe da, das dritte Scheißerchen wird wach - kein Wunder bei dem Lärm. Schnell zu Ende füttern und die Dame mit den heiß gelaufenen Stimmbändern geschnappt. Wickel-Fütter-Programm startet erneut. Der dritte Schreihals brüllt fleißig weiter. Wo zum Kuckuck kann die Mama noch ein paar Arme beantragen? Nummer zwei ist fertig und ab geht’s in den Endspurt damit endlich Ruhe einkehrt. Nix da. Die satten sauberen Zicken schreien nochmal ordentlich los. Wer weiß warum. Vielleicht gefällt das Outfit nicht oder einfach nur, weil die Motoren ja eh schon warm gelaufen sind. Endlich endlich alle satt und sauber. Ruhe kehrt ein. Da liegen sie selig und planen den nächsten Angriff. Mama torkelt brubbelnd zum Bett und fügt sich in ihre Opferrolle... Und die Moral von der Geschicht: Sechs Arme hat man eben nicht... 

 

 

 

01.10.12 

Das Kissen wird beim Schlafen nicht mal warm. Das nächtliche Füttern und Wickeln ist mehr Schlafwandeln als alles andere. Hanna kackt die Mama an, Nikola pullert Papa an, wer weiß, was Nina ausheckt... “Aber wenn sie dich anlächeln, is alles wieder gut“. Bullshit! Wenn sie schlafen und uns zu unseren Betten krauchen lassen, is alles wieder gut!!!... Is schon putzig mit unseren drei “liebsten Kindern der Welt“... Und nu is klar was Nina ausgeheckt hat: sie kotzt Mama in die Haare.. 

 

 

 

18.08.12 

Die winzigen Händchen, die kleinen Schrumpelfüßchen und die Mini-Näschen ziehen uns in ihren Bann. Jede Bewegung, jeder Atemzug ist ein kleines Wunder. Wir stehen verzaubert vor unseren Kindern und lieben, wie wir noch nie geliebt haben, strahlen und weinen gleichzeitig vor Glück. Eins und Eins ergeben Fünf. Seit gestern Abend halb acht ist unsere kleine Familie komplett. Hanna, Nina und Nikola haben unsere Herzen erobert... 

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